Können Light-Getränke wirklich beim Abnehmen helfen? Zwei große Studien belegen: Künstlich gesüßte Getränke behindern weder den Fettabbau noch fördern sie Heißhunger – im Gegenteil, sie können die Gewichtsreduktion sogar unterstützen....
Im Krafttraining ist die saubere Ausführung der Übungen seit jeher die bevorzugte Methode, insbesondere wenn es um langfristigen und verletzungsfreien Muskelaufbau geht. Trainer:innen betonen immer wieder, dass eine strikte Technik die Muskulatur gezielt anspricht und das Risiko für Fehlbelastungen oder Verletzungen reduziert.
Gleichzeitig gibt es eine wachsende Zahl an Athlet:innen, die gezielt Cheat Reps einsetzen – also Wiederholungen mit bewusst unsauberer Ausführung und zusätzlichem Körpereinsatz. Ziel ist es, mehr Wiederholungen zu schaffen oder auch mehr Gewicht zu bewegen. Aber wie effektiv ist das Ganze wirklich?
Cheat Reps basieren auf dem Prinzip, dass eine Wiederholung auch dann noch ausgeführt wird, wenn die Muskeln eigentlich schon am Limit sind. Dazu nutzt man kleine Bewegungen des Körpers – etwa durch Hüftschwung, Rückenstreckung oder andere Impulse, die das Gewicht mit zusätzlicher Energie bewegen.
Diese Methode ist unter Kraftsportlern vor allem in Situationen beliebt, in denen:
ein Trainingsplateau erreicht wurde,
es darum geht, den Satz über den Punkt des Muskelversagens hinaus zu verlängern,
oder wenn gezielt am Ende eines Satzes noch zusätzliche Trainingsreize gesetzt werden sollen.
Lange Zeit fehlten wissenschaftlich fundierte Vergleiche zwischen Cheat Reps und streng ausgeführtem Training. Eine aktuelle Studie von Augustin et al. (2024) hat sich dieser Frage nun angenommen.
Teilnehmer:innen: 30 untrainierte Erwachsene
Dauer: 8 Wochen
Übungen: Bizeps-Curls & Trizeps-Push Downs
Protokoll: Ein Arm wurde mit strikter Technik trainiert, der andere mit Cheat Reps.
Frequenz: 2 Trainingseinheiten pro Woche, jeweils bis zum Muskelversagen.
Beide Gruppen konnten gleichwertige Zuwächse im Muskelquerschnitt verzeichnen.
Die Cheat-Gruppe absolvierte dabei ein fast doppelt so hohes Trainingsvolumen.
Kein signifikanter Unterschied im Muskelwachstum – weder proximal noch distal.
Das bedeutet: Cheat Reps haben keinen negativen Einfluss auf den Muskelaufbau, sofern korrekt eingesetzt und der Trainingssatz bis zur Erschöpfung durchgeführt wird.
Erlauben mehr Trainingsvolumen
Können helfen, mentale und körperliche Plateaus zu durchbrechen
Verlängern Sätze über den Punkt der Erschöpfung hinaus
Praktisch für fortgeschrittene Athlet:innen zur gezielten Intensitätssteigerung
Erhöhtes Verletzungsrisiko bei unsauberer Technik
Geringere Kontrolle über Bewegungsmuster
Gefahr von Fehlbelastungen bei zu häufigem Einsatz
Wichtig: Cheat Reps sollten niemals die Grundlage des Trainings bilden. Sie sind ein Tool – nicht die Basis.
For most training goals, controlled movement execution remains the best choice. It ensures that the muscle is loaded precisely and consistently. Especially for beginners, it’s crucial to train with correct technique before experimenting with advanced methods like cheat reps.
Current studies show that cheat reps can work – but they’re not a „secret tip“ for increasing muscle mass. The key to muscle growth remains training to failure . Whether you use momentum or not is secondary – what matters is training intensity and consistency .
If you use cheat reps, do so consciously—not as an excuse for sloppy form. Then you can use them as a tool to make your training more intense and varied.
Cheat Reps sind Wiederholungen, bei denen du Schwung oder Körperbewegung nutzt, um ein Gewicht trotz Muskelermüdung noch zu bewegen.
Nein – laut einer Studie aus 2024 können Cheat Reps genauso effektiv sein wie striktes Training, solange sie bis zum Muskelversagen durchgeführt werden.
Vor allem:
am Satzende, wenn keine strikte Wiederholung mehr möglich ist
bei Trainingsplateaus
um gezielt neue Reize zu setzen
Strikte Technik bleibt der Standard für sicheren und gezielten Muskelaufbau. Cheat Reps können diesen ergänzen – nicht ersetzen.
Nicht empfohlen. Anfänger:innen sollten zuerst korrekte Technik lernen, um eine sichere Basis für intensiveres Training zu schaffen.
Quellen:
Androulakis-Korakakis, P. (2025). Cheat reps vs. strict reps: What’s better for gains? Stronger By Science. https://www.strongerbyscience.com/cheat-reps-vs-strict/
Augustin, F., Piñero, A., Enes, A., Mohan, A., Sapuppo, M., Coleman, M., Wolf, M., Androulakis-Korakakis, P., Swinton, P., Nippard, J. & Schoenfeld, B. (2024). Do cheaters prosper? Effect of externally supplied momentum during resistance training on measures of upper body muscle hypertrophy. SportRxiv. DOI: 10.51224/SRXIV.497.